Westfälische Nachrichten vom 14.08.2009 zum Artikel
Worum geht es ??
Die Entscheidungsträger Saerbecks haben sich das Ziel gesetzt, bis 2030 dem Ort zu einer positiven Energiebilanz zu verhelfen, also sämtliche fossilen Energieträger, wie Gas, Kohle und Öl durch alternative Energieträger wie Biogas, Photovoltaik und Windräder zu ersetzen. Am Rande Saerbecks wird von der Bundeswehr ein Munitionsdepot unterhalten, das zum 31. Dezember 2010 von der Bundeswehr aufgegeben werden wird. Diese Liegenschaft soll einer neuen, zivilen Nutzung zugeführt werden. Die Entscheidungsträger Saerbecks sind der Auffassung, dass dieses Gelände für einen Energiepark geeignet ist. Vor diesem Hintergrund nahm Saerbeck an der Ausschreibung für den Preis "NRW-Klimakommune der Zukunft" teil und gewann zusammen mit Bocholt den ersten Preis. Das Preisgeld in Höhe von 1.100.000 € soll nun eingesetzt werden, um die Planungen für das Projekt zu forcieren.
Das Investitionsvolumen für den Energiepark auf dem Gelände des heutigen Munitionsdepots beträgt bis zu 30 Millionen Euro. Da das Preisgeld noch nicht geflossen ist, hat der Gemeinderat 300.000 Euro für 2009 vorfinanziert. Die Entscheidungsträger sind zuversichtlich, Investoren in großer Zahl akquirieren zu können, um das Projekt zu realisieren.
Das Investitionsvolumen für den Energiepark auf dem Gelände des heutigen Munitionsdepots beträgt bis zu 30 Millionen Euro. Da das Preisgeld noch nicht geflossen ist, hat der Gemeinderat 300.000 Euro für 2009 vorfinanziert. Die Entscheidungsträger sind zuversichtlich, Investoren in großer Zahl akquirieren zu können, um das Projekt zu realisieren.
Unsere Position !!
Umweltschutz ist richtig und wichtig, aber auch die Ökologie muss sich ökonomischen Zwängen unterwerfen. Die Energieversorgung muss bezahlbar, Mobilität muss möglich bleiben, auch für Haushalte mit niedrigen Einkommen. Auf dem G8-Gipfel im Juli 2009 wurde die Zielsetzung der Halbierung der CO2 Emissionen bis 2050 bekräftigt. Das ist schon sehr ehrgeizig, vor allem im Bezug auf die Wachstumsprognose der großen Schwellenländer. Vergegenwärtigt sich der Betrachter diese Zusammenhänge, erscheint eine Reduzierung der CO2 Emissionen auf null innerhalb von 20 Jahren als nicht ökonomisch plausibel. Die vielen Investoren, die nach Aussage der Entscheidungsträger schon bei der Gemeinde anklopfen, müssen auch 20 Jahre dabei bleiben. Machen wir uns da nichts vor. Regenerative Energieerzeugung ist hoch subventioniert. Die Gemeinde wird mit den vielen Investoren Subventionsmaximierung und keine Gewinnmaximierung betreiben. Ist der Energiepark für Investoren nicht mehr rentabel, steigen sie aus dem Projekt aus, vielleicht erst in 10 oder 15 Jahren. Welche finanziellen Risiken kommen da eigentlich auf Saerbeck zu? Werden wieder Gewinne privatisiert und Risiken kollektiviert? - und die Entscheidungsträger von heute genießen in 10- 15 Jahren ihren Ruhestand und können nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden, schon gar nicht mit ihrem Privatvermögen.
Ein 30.000.000 € Projekt ist für Saerbeck einige Schuhnummern zu groß. Erforderlich ist eine Politik der kleinen Schritte. Jede privat finanzierte Photovoltaik- oder Biogasanlage ist eine Gewinn - für das Klima und für Saerbeck. Diesen Weg sollte Saerbeck weiter beschreiten.
Ein 30.000.000 € Projekt ist für Saerbeck einige Schuhnummern zu groß. Erforderlich ist eine Politik der kleinen Schritte. Jede privat finanzierte Photovoltaik- oder Biogasanlage ist eine Gewinn - für das Klima und für Saerbeck. Diesen Weg sollte Saerbeck weiter beschreiten.
Donnerstag, 5. November 2009
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